Die Rheinpfalz "Ausgabe 18.04.2017"

Eckbachtals Pokal-Coup

HANDBALL: 32:31-Finalerfolg gegen KL-Dansenberg

VON THOMAS CATTARIUS

HASSLOCH. Die Handballer der HSG Eckbachtal haben den Erdinger-Pfalzpokal gewonnen. 32:31 (14:15) schlug der Pfalzligist gestern in Haßloch den Oberliga-Spitzenreiter TuS KL-Dansenberg.

Rouven Hahn grinst wie ein Lausbub. Er hat den Jubel genossen nach seinem letzten gehaltenen Ball gegen Christopher Seitz und die Ehrungszeremonie hinter sich. „Es war mein Traum, den Pokal zu holen“, sagt der Torhüter der HSG Eckbachtal, der nach der Runde zu den VTV Mundenheim wechselt. Der Traum nahm bereits Konturen an mit dem 32:29 von Sven Dopp 90 Sekunden vor Schluss.Da war Dansenbergs Trainer Marco Sliwa schon auf 180 und nicht einverstanden mit manch Schiedsrichterentscheidung. Direkt nach dem Spiel-ende gratulierte er HSG-Trainer Thorsten Koch und wahrte dann auch die Contenance: „Wir waren nicht bereit, den Schritt mehr zu machen, Eckbachtal wollte unbedingt. Da muss sich jeder fragen, ob das die Topleistung war, die für die letzten fünf Spiele in der Oberliga reicht.“

Dansenberg begann das Finale gut. Die 6-0-Abwehr hatte zuerst alles im Griff, nach vorne ging die Post ab. Charalampos Mallios erzielte sein drittes Tor zur 5:3-Führung, Tim Beutler, der nur in der Abwehr begonnen hatte (Alexander Schulze kam für den Angriff), erzielte nach dem Wechsel in den Angriff das 11:7 (19.). Aber so langsam schien Eckbachtal das gegnerische Spiel zu lesen. Die HSG verteidigte offensiver mit 3-2-1, zwang Dansenberg häufiger ins Positionsspiel, bekam richtig Lust auf den Pokal-Coup und verkürzte.

Das 13:13 war der erste Ausgleich. Für Thomas Betz von der HSG war das Spiel da schon zu Ende. Er verletzte sich in der 12. Minute am Knie, Verdacht auf Kreuzbandriss.

Nach dem 20:20 wurde es für Dansenberg kritisch. In doppelter Unterzahl kassierte der TuS das 21:23, Tobias Lerzer traf ins verwaiste TuS-Tor. Luca Munzinger (27:26) warf den TuS noch einmal in Führung, aber Eckbachtal glaubte an sich und die Überraschung.

„Wie das so ist für den Underdog: mehr gekämpft als gespielt. Wir haben ein rassiges Spiel gesehen, es über das Kämpferische gelöst, und wir hatten eine gute Torquote“, sagte HSG-Trainer Koch. „Nach der Niederlage in der Meisterschaft in Offenbach haben wir geweint, jetzt haben wir es verdient, lachend aus der Halle zu gehen.“

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Hahn (Häuselmann) - Thomas Betz (1), Michael Betz (10/5), Baumann (3) - Tobias Lerzer (2), Bußer (2) - Subab (5); Suchomelli (2), Sven Lerzer (4), Dopp (1), Pozywio, Wenzel (2), Reibold

TuS KL-Dansenberg: Markus Seitz (Rincon) - Kiefer (8/3), Mallios (6/1), Christopher Seitz (6) - Labroue (2), Schulze (2) - Megaloikonomou (3); Tim Beutler (1), Jung (1), Munzinger (2), Nick Beutler, Lammering

Spielfilm: 1:3 (4.), 5:7 (11.), 7:11 (19.), 9:13 (25.), 13:13 (28.), 14:15 (Halbzeit), 16:18 (34.), 19:19 (38.), 24:21 (43.), 28:28 (51.), 32:29 (59.), 32:21 (Ende) - Zeitstrafen: 2/3 - Siebenmeter: 5/5 - 5/4 - Beste Spieler: Michael Betz, Baumann - Kiefer, Christopher Seitz - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Bernhardt/Zick (Ludwigshafen).


 

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