Die Rheinpfalz - Rheinpfalz am Sonntag "Ausgabe 28.05.2017"

HANDBALL

Weiter mit Jakob

HASSLOCH. Friedhelm Jakob (Ludwigshafen) ist gestern als Präsident des Pfälzer Handball-Verbandes wiedergewählt worden. Der 66-Jährige hat nun ein Ehrenmitglied im Spitzengremium. Dazu ernannte der Verbandstag Adolf Eiswirth (72), Vizepräsident Finanzen aus Römerberg.

Mit visionären Plänen, wie sie Rolf Reincke bei den Perspektiven 2020+ des Dachverbandes DHB skizzierte, konnte Jakob gestern in Haßloch nicht aufwarten. Er hat in den nächsten zwei Jahren eine eingespielte Mannschaft, mit der er Probleme angehen kann. Einer seiner Wegbegleiter, der die Sanierung der Pfalzhalle leitete, ist nicht mehr dabei. Achim Hammer (Waldsee), als Vizepräsident Organisation und Entwicklung sein Stellvertreter, kandidierte nicht mehr. Das Präsidium wird den zweiten Vorsitzenden künftig aus seiner Mitte bestimmen und will sich Zeit lassen mit der Besetzung des offenen Amtes. Aus der Versammlung kam kein Personalvorschlag.

Der Hamburger Reincke, noch bis Oktober im DHB-Präsidium, brachte die Handballer ins Träumen: Platz eins bis drei bei internationalen Männer-Wettbewerben, bei der Hallen-WM der Frauen mindestens Halbfinale, ab 2020 zwei Medaillen bei Olympischen Spielen und vier, wenn Beachhandball dazu kommen sollte, seien die Ziele. Dazu ein Plus von annähernd 100.000 auf 800.000 Mitglieder und verpflichtende Kooperationen mit Schulen oder Kindergärten. Jakobs Ziele: einen Schulsportbeauftragten gewinnen, mehr Frauen in die Verantwortung holen, eine „größere Lösung für den Handball in unserem Bundesland“ – mit dem Saarland. Er geht sie an mit Eiswirth und mit der Vizepräsidentin Jugend Christl Laubersheimer (Neustadt), die Sportbund-Pfalz-Präsident Dieter Noppenberger mit der Goldenen beziehungsweise Silbernen Ehrennadel auszeichnete, mit Josef Lerch (Offenbach), Rainer Krebs (Römerberg), Manfred Köllermeyer (Rodalben). Zur Schiedsrichter-Problematik redete Bundesligaschiri Thorsten Kuschel, der 13- bis 17-Jährige ausbildet, Tacheles: „Manche Eltern sollten sich überlegen, ob sie ihre Aggressionen nicht besser zu Hause oder im Wald abbauen.“ Bei einem Jugendspiel hatte ein Jungschiri keinen Mut mehr, die zweite Hälfte anzupfeifen. thc


 

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