Die Rheinpfalz - Speyerer Rundschau  "Ausgabe 24.06.2017"

Den Schalter umgelegt

HANDBALL: Deutsche A-Juniorinnen schlagen Kroatien in Speyer mit 29:18

VON HENNING SCHWARZ

Speyer. Einen ungefährdeten Erfolg feierte die deutsche Handball-Nationalmannschaft der A-Juniorinnen gestern Abend in Speyer gegen Kroatien. Die Sieben der Coaches Maik Nowak und Zuzanna Porvaznikova bezwang die Auswahl vom Balkan vor 700 Zuschauern aufgrund einer Steigerung nach der Pause auch in der Höhe verdient mit 29:18 (15:10).

Die Deutschen verteidigten zunächst bissig und starteten erfolgreich. Carlotta Fege (Dortmund) markierte nach einer starken Einzelaktion aus dem Rückraum das 3:0 (6. Spielminute). Die Gäste nahmen eine Auszeit, verloren kurz darauf Lea Franzusic mit Verdacht auf Nasenbeinbruch, kamen aber dann besser ins Spiel. Beim 4:4 (13.) gelang der Ausgleich und beim 5:6 (17.) schien die Partei sogar kippen zu können. Deutschland schlug durch Maxi Mühlners Treffer zum 8:6 (20.) zurück. Doch bis zum 9:9 (23.) blieb die Partie ausgeglichen. Die pfälzischen Referees Sandra Senk/Daniela Kuschel kamen mit 2/1 Zeitstrafen aus.War das erste Spieldrittel noch von einigen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, machten sich die Gastgeberinnen jetzt auf den Weg, das Geschehen mit ihrer stärksten Waffe, dem Konterspiel (insgesamt neun Treffer), für sich zu entscheiden. Kurz vor und nach der Halbzeitpause gelang der entscheidende Vorstoß von 12:10 auf 19:10 (34.). Kroatien hatte fortan kaum noch etwas entgegenzusetzen. Nach dem 27:16 (54.) durch Lena Hausherr (Dortmund) war das faire Spiel entschieden.

„Ich bin froh und glücklich, dass wir den Schalter in der zweiten Halbzeit umlegen konnten. Wir haben einiges probiert, was ich so in einem Pflichtspiel nicht versuchen würde“, sagte Nowak zum schwierigen ersten Spieldrittel. Er zollte seinen Schützlingen, die eine harte Trainingswoche in den Beinen hatten, Respekt für die engagierte Leistung.

Für Deutschland trafen Kretzschmar (4), Bleckmann (4/1), Hausherr, von Pereira (je 3), Wulf, Michalczik, Neubrander, Weise, Mühlner, Kockel (je 2) sowie Golla, Scheib und Fege (je 1).


 

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