Ludwig Eichel (1950 bis 1969)

geboren am 25. November 1896 in Haßloch. Volksschule, Lehre in einem lederverarbeitenden Betrieb in Haßloch, ab 1920 in der BASF als Kaufmann. Pensioniert 1961. 1973 in Haßloch verstorben. Schon 1910 in den TV 1880 Haßloch eingetreten. Nach Kriegsende, Mitbegründer des Handballs im TV 1880 Haßloch, ab 1923 Schiedsrichter und weit über die Pfalz hinaus bekannt. Ab 1927 Spielwart im Speyergau des Turnerbundes, ab 1933 Fachwart Handball bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Gründer der Fachschaft Handball 1946 in der französischen Zone und Vorsitzender des Zonen-Handball-Ausschusses. 1949 Mitbegründer des PfHV und 1. Vorsitzender bis 1969. Bau der „Pfalzhalle“ in Haßloch 1951 sein Lebenswerk. Begründer der Arbeitsgemeinschaft Pfalz-Rheinhessen-Rheinland und später der Spielgemeinschaft mit den HV Saar. 1952 Mitbegründer des SWHV und langjähriger 2. Vorsitzender.

Goldene Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes.1950 die silberne Ehrennadel des Sportbundes Pfalz zu dessen Gründung; Ehrenmitglied der TSG Haßloch. 1951 erster Träger der goldenen Ehrennadel des PfHV, 1973 erster Träger der Ehrennadel in Gold mit Brillanten des PfHV, ab 1969 Ehrenvorsitzender des PfHV. 1967 erhielt er die goldene Ehrennadel des SWHV.

 

Karl Kreitner (1969 bis 1971)

 

geboren am 02. November 1920 in Iggelheim. Volksschule, Aufbauschule, Hochschule in München. Ausbildung zum Lehrer, Wahlfach Sport. 1941 als Soldat 1. Lehrerprüfung. In russischer Kriegsgefangenschaft bis 1948. Nach 2. Lehrerprüfung 1949 an der Kurpfalzschule Haßloch als Lehrer, 1962 Konrektor und ab 1969 Rektor dieser Schule. Schulrat 1981. Regierungs-Schuldirektor und Schulsportreferent bei der Bezirksregierung in Neustadt ab 1982. Seit Januar 1985 im Ruhestand in Iggelheim.

Breite sportliche Betätigung - Handball, Fußball, Leichtathletik in der aktiven Zeit. Ab 1952 Organisator für Schulsport, zuerst nur in Haßloch, dann im Kreis und dann auf Bezirksebene. Führte 1970 Handball als Schulsportrunde ein. Organisator vieler Wettkämpfe „Jugend trainiert für Olympia“. 1970 wurde seine Schule als „Sportaktivste Schule des Landes“ ausgezeichnet. Schulsportreferent ab 1982.

Seit 1953 aktiv in verschiedenen Sportverbänden und im Sportbund Pfalz tätig. 1972 bei der Olympiade in München aktiv als Ein-/Auf- und Abmarschleiter eingesetzt.

Viele hohe Auszeichnungen der verschiedensten Sportverbände, des Sportbundes Pfalz und der Bezirks- und Landesregierung. Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1992.

 

Alfred Stahl (1971 bis 1999)

 

geboren am 12. August 1926 in Ludwigshafen-Friesenheim. Nach der Volksschule 1940 Lehre 2 ½ Jahre in der BASF als Werkzeugmacher. Zum Arbeitsdienst eingezogen 1942. Einsatz u.a. bei Krupp-Essen. Bereits im Juli 1945 aus dem Krieg zu Hause. In der BASF wieder ab 1945; 1952 Maschinenbau-Meister; 1955 zur Kalkulation und dann Obermeister in der Blechnerei der BASF bis zur Pension 1986.

Schon früh spielte er in der Jugend des Vereins „IG-Farben“, nach Kriegsende beim SV Friesenheim in der Oberliga, ab 1951 bis heute Mitglied bei der TSG Friesenheim.

Erstmals 1960 tauchte sein Name bei Verbandstagen auf als Staffelleiter im Kreis NORD. In vielen Positionen danach tätig, wurde er 1971 zum 1. Vorsitzenden unseres Verbandes gewählt und war dies ununterbrochen bis er 1999 auf eine Wiederwahl verzichtete. Der Umbau der Pfalzhalle zum Landesleistungszentrum Handball in Haßloch war ein herausragender Verdienst seiner Person. Als „knorrig und kantig, aber immer geradeaus und ehrlich“ wurde er von allen Gremien, denen er angehörte, geschätzt und geachtet.

Höchste Auszeichnungen von DHB, SWHV, PfHV, von Landessportbund Rheinland-Pfalz und Sportbund Pfalz sowie der Landesregierung sind Zeugnis seiner Wertschätzung im Sport.

 

Rudi Eichhorn (1999 bis 2008)

 

geboren am 6. Mai 1939 in Landau, wohnhaft in Landau-Nußdorf. Nach Gymnasium eine Ausbildung zum Dipl.Ing (FH) für Geodäsie (Vermessungstechnik) in Karlsruhe und zum technischen Verwaltungsbeamten. Heute als Vermessungsoberamtsrat beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Koblenz, Außenstelle Neustadt.

Schon früh politisch aktiv und seit 1979 ununterbrochen im Stadtrat der Stadt Landau; 13 Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied des Kreisvorstandes sowie des Bezirks- und Landesparteiausschusses der CDU in den frühen 90er Jahren. Seit September 1999 Ortsvorsteher in Nußdorf und Ehrenringträger der Stadt Landau.

Sportlich immer in führenden Vereins- und Verbandspositionen tätig. Von 1971 bis 1998 erster Vorsitzender des TV Nußdorf; in dieser Zeit kam die Handball-Damenmannschaft bis in die 2. Bundesliga. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Verein von 350 auf über 900 Mitglieder. Seit 1979 im Sportkreis Landau tätig als Vertreter des Sportbundes Pfalz. Seit 1995 Sportkreisvorsitzender. Seit 1981 zweiter Vorsitzender des Pfälzer Handball-Verbandes, ab 1999 dessen erster Vorsitzender.

Goldene Ehrennadel des TV Nußdorf (1988); Ehrenvorsitzender seit 1999; Ehrenbrief des PfHV (1991); Goldene Ehrennadel 1999; Silberne Ehrennadel des Südwestdeutschen Handball-Verbandes und des Sportbundes Pfalz (1999).

 

Friedhelm Jakob (seit 2008)

 

Geboren am 9. März 1951; aufgewachsen in Schwegenheim und Landau; nach dem Besuch des altsprachlichen Gymnasiums in Landau Studium der Theologie und Psychologie in Heidelberg, Berlin und Mainz. 1974 als Vikar in Mutterstadt tätig, anschließend 20 Jahre Gemeindepfarrer in Ludwigshafen-Edigheim. In dieser Zeit war er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz und 10 Jahre in der Kirchenregierung, dem obersten Leitungsgremium der Evangelischen Kirche. Seit 1997 ist er Dekan im Kirchenbezirk Speyer und dabei auch tätig als Pfarrer an der Gedächtniskirche zur Erinnerung an die Protestation von 1529. Im Ehrenamt Vorsitzender des Bauvereins Gedächtniskirche.

 

Überraschend ist sicher, dass Jakob – wie er gerne betont – in seiner Schulzeit höchstens Mal Aushilfshandballer war. In der Landauer Zeit war er mit Leib und Seele Leichtathlet und trainierte unter seinem Trainer Jochen Wetter. Hauptsächlich trat er als Mittelstreckler an, aber er war bei Wettkämpfen oft „die Allzweckwaffe“ seines ASV Landau. Immer schlug sein Herz beim Fußball. So trat er der Lehrersportgemeinschaft Ludwigshafen bei und gründete die „Kickenden Kindergartenväter“ seines Kindergartens, die inzwischen 25 Jahre spielen. Mit dem Kirchheimbolandener Pfarrer Elmar Funk belebte er neu die „Pälzer Parre“, eine bei vielen Pfälzer Festen gerne gesehene „Prominentenmannschaft“, deren härtester Gegner in vielen Auseinandersetzung die Pälzer Ausles um den Silbermedalliengewinner im Ringen Werner Schröter war. Mit seinen Pälzer Parrern kam Jakob weit in der Welt herum: so spielten sie in Rom gegen die Schweizer Garde des Papstes, das wohl härteste Spiel seiner Laufbahn, sie spielten u.a. in Jerusalem, Kapstadt, Santiago de Chile und Königsberg und stets für einen sozialen Zweck.

 

Zum Handball kam Jakob durch seinen Sohn Erik in Edigheim. Als meckernder Vater wurde er zuerst Jugendleiter und dann Abteilungsleiter. 1993 wurde er ins Verbandsgericht gewählt, 1999 zum Vizepräsidenten für Organisation und Entwicklung, ehe ihn die Delegierten des Pfälzer Handballs am 17. Mai 2008 in Assenheim zum Präsidenten wählten.

Zum Seitenanfang